Martina Welchering

„Ich trete für den Personalrat an, weil ich die Bezeichnung „Personalvertretung“ wörtlich nehme. Ich will den Anliegen der Kolleg*innen eine Stimme geben, wenn es um ihre Interessen und Rechte geht. Dazu gehören das vertrauliche Beratungsgespräch, die Kontrolle von Dienstplänen, aber auch die Mitbestimmung bei strategischen Unternehmensentscheidungen. Mir ist wichtig, mich eindeutig auf der Seite der Mitarbeitenden zu positionieren. Gut zu wissen ist auch, dass wir bei Stellenbesetzungen und Kündigungen mitreden können, das ist ein wertvolles Recht und schützt die Betroffenen. In den letzten vier Jahren habe ich die (ex-) Fernsehdirektion Köln und den PB Internet betreut. Auch hier wurde – wie im ganzen Haus - viel umgezogen, Strukturen wurden aufgelöst und Arbeitsabläufe immer wieder geändert, über vielem schwebte das Thema Großraumbüro. Das war für die Mitarbeitenden extrem belastend. Es gab also genug für mich zu tun, und ich hätte es besser gefunden, wenn bei all der Hin- und Herzieherei die berufliche Zufriedenheit der Kolleg*innen eine größere Rolle gespielt hätte. Im Zuge der #MeToo Vorfälle und dem Bericht von Monika Wulf-Mathies habe ich an der neuen DV zum Schutz vor sexueller Belästigung und Machtmissbrauch mitgearbeitet und bin Mitglied in der Beschwerdestelle. Hierhin wenden sich Kolleg*innen, die sich gemobbt, diskriminiert oder belästigt fühlen. Außerdem bin ich im Personalrat für das Thema Gleichstellung zuständig. Der Personalrat als starke Truppe mit Kolleg*innen aus allen Bereichen des WDR gibt mir genügend Backup und Ideen, um meine bzw. die Anliegen der Kolleg*innen durchzusetzen. Das ist im WDR mit seinen hierarchischen Strukturen auch nötig.“

ver.di Kampagnen