Tarifrunde 2019

Der nächste Warnstreik kommt bestimmt

Tarif-Info Nr. 3

Der nächste Warnstreik kommt bestimmt

WDR, Rundfunk, Warnstreik, verdi ver.di im WDR  – Streikende im Studio: Der Warnstreik Mitte Juli führte beim WDR zu Programmänderungen.

WDR stellt sich in den Tarifverhandlungen stur. Jetzt bereitet ver.di den nächsten Ausstand vor.

Nach dem ersten erfolgreichen Warnstreik Mitte Juli herrscht Unruhe im WDR. „Vielen Kolleginnen und Kollegen ist bewusst geworden, dass wir nur gemeinsam etwas erreichen können“, sagt Irmgard Galonska die für ver.di im WDR die Tarifverhandlungen führt. Am Verhandlungstisch will sich der Arbeitgeber weiterhin nicht bewegen. „Deshalb werden wir uns bewegen, und zwar massiv“, sagt Irmgard Galonska. Ver.di im WDR bereitet jetzt die nächsten Streiktage vor: Noch im diesem Sommer werden WDR-Beschäftigte erneut die Arbeit niederlegen. „Der erste Warnstreik jedenfalls hat unsere Mitglieder gestärkt“, betont ver.di-Sekretär Christof Büttner. „Wann der nächste Streik stattfindet, wird rechtzeitig bekannt gegeben.“ An der Arbeitsniederlegung Mitte Juli beteiligten sich viele Beschäftigte, es kam zu Programmausfällen. „Dieses Signal ist auch beim Intendanten angekommen“, betont Büttner. „Nur leider hat der Sender daraus noch
nicht die richtigen Konsequenzen gezogen und ein vernünftiges Angebot auf den Tisch gelegt.“

Weiterhin beharrt der WDR in den Tarifverhandlungen auf Verschlechterungen für die Beschäftigten. So will der Arbeitgeber den „Besonderen Steigerungsbetrag“ komplett streichen. Davon wäre ein Drittel der Beschäftigten im WDR betroffen. Dabei geht es um bis zu 260 Euro im Monat. „Das ist ein Angriff auf die Portmonees der Kolleginnen und Kollegen“, erklärt ver.di-Sekretär Büttner. Alternativ will der WDR die bislang üblichen Stufensteigerungen zeitlich spreizen. Statt bisher alle zwei Jahre sollen die Entgelte künftig nur alle drei Jahre in die nächsthöhere Stufe steigen. Das alles empfinden viele Beschäftigte als „pure Provokation“, erklärt Irmgard Galonska. „Jetzt müssen die Kolleginnen und Kollegen entscheiden, ob sie das hinnehmen wollen.“ Wertschätzung jedenfalls sieht anders aus.

In den Tarifverhandlungen hat ver.di im WDR ein Forderungspaket vorgelegt, das dem Engagement und den zunehmenden Belastungen gerecht würde. Die Hauptforderung der Gewerkschaft lautet: sechs Prozent mehr Gehalt und Effektivhonorare; einen Sockelbetrag, von dem untere Entgeltgruppen besonders profitieren; weitere soziale Komponenten und einen Einstieg in die Diskussion, wie dem Unwesen von befristeten Verträgen beim WDR ein Ende gemacht werden kann. „Dafür kämpfen die Kolleginnen und Kollegen“,sagte Irmgard Galonska,„und je mehr wir sind, umso besser!“

Weitere Informationen findet ihr im Tarif-Info zum download.

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WDR, Rundfunk, ver.di im WDR Tarifkampagne "Nimm2 - und sei beim Warnstreik dabei"
WDR, Rundfunk, Medien ver.di im WDR Tarifkampagne "Nimm2 - und sei beim Warnstreik dabei"
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