Tarifrunde 2019

Keine Annäherung zwischen ver.di und dem WDR

Tarif-Info EXTRA

Keine Annäherung zwischen ver.di und dem WDR

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Die Arbeitgeberseite hat in der dritten Verhandlungsrunde kein verändertes Angebot vorgelegt, sondern beharrt weiterhin auf dramatische Einschnitte bei den Beschäftigten. Der außerordentlich erfolgreiche Warnstreiktag bringt die Verhandlungskommission der Gewerkschaften in eine Position der Stärke.

Die Arbeitgeberseite behauptet, die Gehälter der Beschäftigten seien sowohl im Vergleich mit dem öffentlichen Sektor, als auch mit der privaten Medienwirtschaft zu hoch. Außerdem sei die Belegschaft im Vergleich deutlich älter, was durch falsche Anreize im Tarifsystem begünstigt würde. Seine Thesen stützt der WDR auf ein Gutachten, aus dem er zwar bei Bedarf zitiert, das er den Gewerkschaften aber nicht zur Bewertung vorlegt.

Der WDR will seine Beschäftigten offensichtlich von der Gehaltsentwicklung im öffentlichen Dienst abkoppeln. Was die festen und freien Mitarbeiter*innen davon halten, haben sie bereits am Dienstag (9. Juli) mit einem Warnstreik gezeigt. Ihre Aktionen führten zu Störungen im Programmablauf,ein Drehtag der „Lindenstraße“ musste abgesagt und die Produktion von „Ladies Night“ wurde erheblich beeinträchtigt. An der Kundgebung vor dem Vierscheibenhaus beteiligten sich ca. 400 Streikende des WDR und des Beitragsservice.

Liebe Kollegin, lieber Kollege, wir müssen den Druck auf die Arbeitgeberseite jetzt weiter erhöhen. Das wird nur gelingen, wenn Du Dich an Aktionen von ver.di im WDR und Beitragsservice beteiligst.

Die Tarifverhandlungen werden am 23. August 2019 in Köln fortgesetzt.

    

WIR FORDERN...

  • Wir fordern für die 4.200 Beschäftigten und rund 2.200 Festen-Freien des WDR und des Beitragsservice eine Erhöhung der Einkommen und Effektivhonorare um 6 Prozent, im Volumen inklusive eines Sockelbetrags von 150,00 Euro, bei einer Laufzeit von 12 Monaten. Die Ausbildungsvergütung soll insgesamt um 100 Euro erhöht werden. Die Forderung umfasst außerdem die Möglichkeit, die mögliche Entgelterhöhung in zusätzliche freie Tage umzuwandeln.

    Für die Festen-Freien fordert ver.di zusätzliche soziale Komponenten:

    • Vergütung Schulungstage – 200 Euro pro Tag
    • Krankengeld ab dem ers- ten Tag
    • Verlängerung und Aufsto- ckung des Härtefallfonds