ver.di im WDR

Endgültige Regelung nach Runde 4 noch nicht in Sicht

Tarifverhandlungen zu mobiler Arbeit im WDR

Endgültige Regelung nach Runde 4 noch nicht in Sicht

Homeoffice, mobiles Arbeiten, new work, WDR, Medien, ver.di

Liebe Kolleg:innen,

am Freitag, den 8. April 2022, haben die Gewerkschaften ver.di und DJV-NRW in der 4. Runde mit dem WDR über einen Tarifvertrag zum mobilen Arbeiten verhandelt. Die Gespräche bleiben weiter zäh.

Der WDR hatte einen Entwurf für einen Tarifvertrag vorgelegt, der vor allem in zwei Punkten für die Gewerkschaften unakzeptabel ist.

ZUGANG ZUR MOBILEN ARBEIT

Unsere Forderung nach einem Rechtsanspruch auf mobiles Arbeiten stieß beim WDR auf komplette Ablehnung. Vor diesem Hintergrund haben wir uns dafür stark gemacht, dass die Kolleg*innen aufgrund transparenter Kriterien mobil arbeiten können und nicht der Willkür ihrer Vorgesetzten ausgesetzt sind. Der WDR bietet zwar im Konfliktfall ein mehrstufiges Verfahren unter Einbeziehung des Personalrates an, lehnt die Mitbestimmung jedoch ab. Die Gewerk-schaften wären alternativ offen für ein unabhängiges, paritätisch besetztes Gremium aus Personalrät:innen und Vertreter:innen des WDR mit Letztentscheidungs-recht. Daher ist noch strittig, wie der Personalrat bei ablehnender Entscheidung einzubinden ist.

ARBEITSPLATZAUSSTATTUNG

Was Ergonomie, Arbeits- und Gesundheitsschutz im Homeoffice bedeuten, weiss jede:r, der/die schon mal provisorisch am Küchentisch gearbeitet hat. Anstatt den Beschäftigten eine gute Ausstattung zur Verfügung zu stellen, bietet der WDR ein Laptop an und möchte alles Weitere mit einer Einmalzahlung in Höhe von 250,- Euro abgelten. Dies wiesen die Gewerkschaften deutlich zurück.

"Deutliche Zugeständnisse" von Frau Dr. Vernau haben die Gewerkschaften in diesem Kontext nicht gesehen. Im Gegenzug haben die Gewerkschaften mehrere Kompromissvorschläge rund um das Thema Ausstattung gemacht. Der WDR sah sich jedoch nicht in der Lage, darauf einzugehen, sondern beharrte auf seinem Entwurf.

Frau Dr. Vernau äußerte ganz klar, "dass der WDR Büroflächen abmieten will. Die eingesparten Mittel gehen ins Programm." ver.di wünschte sich, dass ein Teil der Einsparungen den Beschäftigten im Homeoffice zu gute käme.

ver.di und der DJV sind der Ansicht, dass nach zwei Corona-Jahren mit vielen Provisorien ein normales Arbeitsleben wieder Einzug halten muss. Denn wenn aus dem Homeoffice-Sprint ein Marathon wird, geht das nicht ohne Lösungen, die Ergonomie und Gesundheit angemessen Rechnung tragen. Niemand soll ins Büro kommen müssen, nur weil die Ausstattung im Homeoffice nicht ausreichend ist. Wir sind jedenfalls weiter an einer zeitnahen Regelung interessiert.

Die wird allerdings auf sich warten lassen. Denn der WDR will erst nach Abschluss der Gehaltstarifverhandlungen weiter über mobile Arbeit verhandeln.

Der WDR kündigt nun an, Regelungen zum mobilen Arbeiten einseitig mit den Beschäftigten zu regeln. Hier ist zu befürchten, dass solche Regelungen ausschließlich zum Vorteil des Arbeitgebers ausfallen.

Wir werden in der ver.di-Mitgliedschaft die Frage aufbringen, ob und in wie weit die Mitglieder bereit sind, für starke Regelungen zum mobilen Arbeiten einzutreten. Die Bereitschaft wird Einfluss auf die künftige Verhandlungsposition haben.

@verdi_WDR auf Twitter

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