ver.di Senderverband WDR

Krankheitszeiten bei Berechnung des Urlaubsentgelts

Krankheitszeiten bei Berechnung des Urlaubsentgelts

Rechtsstreit geht in die nächste Instanz
Urlaub Sommer Free-Photos/Pixabay Sommerzeit ist Urlaubszeit

Zur Berechnung des Tagessatzes vom  Urlaubsentgelt für 12-a-Freie wird der individuelle Jahresumsatz beim WDR durch die Anzahl der Arbeitstage dividiert, die Festangestellte in dem Jahr hatten: Das sind - je nach Feiertagslage - 240 bis 252. Wer in dem Berechnungsjahr Mutterschutzzeiten hatte oder krank gewesen ist, kann diese Tage auf Antrag herausrechnen lassen: Damit erhöht sich das Urlaubsentgelt entsprechend. Nach Interpretation des WDR gilt das nur bei Krankheitszeiten von mindestens 21 Tagen.

ver.di im WDR sieht das anders: Krank ist man vom ersten Tag an, das tariflich zugesicherte Recht muss also vom ersten Tag an gelten.

ver.di und DJV haben daher geklagt – und vor dem Arbeitsgericht in Köln umfänglich Recht bekommen: Der Rechtsstreit geht jetzt in die nächste Instanz, denn auch der Versuch, eine Kompromisslösung zu finden, ist vorerst gescheitert.

Allen 12-a-Freien raten wir:

  • Wenn ihr krankheitsbedingt nicht arbeiten könnt, lasst euch die Arbeitsunfähigkeit von einem Arzt/einer Ärztin bestätigen.
  • Bei der Berechnung eures Urlaubsentgelts solltet ihr die Herausrechnung von Krankheitszeiten vom ersten Tag an beantragen – und natürlich auch entsprechend belegen.
  • Selbst, wenn ihr damit zunächst nicht erfolgreich seid: Bewahrt die ärztlichen Bescheinigungen auf. Wenn unsere Rechtsauffassung endgültig bestätigt wird, könnt ihr die Anträge erneuern.             

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