ver.di Senderverband WDR

ver.di-Infobrief Nr. 1

ver.di im WDR

ver.di-Infobrief Nr. 1

WDR, Rundfunk, Köln, WDR, Schulung, Bildung ver.di

Was, wenn ich bedroht werde?

Wer für den WDR oder andere Me­dien über Rechtsradikale berichtet, kann schnell ins Visier ebendieser geraten. Die Empörungswelle im Netz nach dem Umweltsau-Video hat gezeigt: Bedrohungsszenarien entstehen blitzschnell und uner­wartet.

Was tun, wenn wir bedroht wer­den? Was, wenn die Unterstützung durch Sender und Behörden als nicht ausreichend erlebt wird? Es entsteht das ungute Gefühl, dass man in der konkreten Situation auf sich alleine gestellt – und jede*r das nächste Opfer sein könnte. Vor allem eines darf Hetze von Rechts nicht erreichen: Angst bei der jour­nalistischen Arbeit. Denn Angst be­einflußt Berichterstattung.

Für Kolleginnen und Kollegen, die sich auf Shitstorms oder gar Bedro­hungen vorbereiten wollen, bieten wir eine Schulung zu rechtlichen Aspekten und konkreten Hand­lungsmöglichkeiten. Dort wird auch ein kollegialer Austausch über das Thema ermöglicht (Infos und An­meldung siehe Kasten).

Schulungen alleine werden künf­tige Opfer von Shitstoms und Morddrohungen im Netz nicht aus­reichend schützen. Sie benötigen ganz praktische Unterstützung. Wir wollen einen ehrenamtlichen Un­terstützerkreis gründen. Er soll Op­fern Hilfe beim gerichtsfesten Do­kumentieren von Drohungen und Beleidigungen anbieten. Außerdem sollen Betroffene Unterstützung erleben und weniger Druck ver­spüren, ihre Social-Media-Kanäle in Echtzeit zu überwachen. Wenn sich genügend Ehrenamtliche melden, organisieren wir Schulungen durch sachkundige Referenten*innen.

Für akute Bedrohungssituationen entwickeln wir ein Konzept zur so­fortigen Unterbringung (auch von Familienangehörigen) an einem an­deren Ort.

Wir bewerten dabei nicht, ob die oder der Betroffene mit ihrem Verhalten zur Bedrohungssitu­ation beigetragen hat. Egal was WDRler*innen tun oder lassen: Morddrohungen sind keine ange­messene Reaktion darauf. Unsere angemessene Reaktion auf Mord­drohungen lautet Solidarität. Punkt.

Bitte schreibe uns eine kurze Mail an gvv@verdi-wdr.de, falls du Inte­resse hast, in unserem Unterstüt­zer*innenkreis mitzuwirken.

Bitte berichte nicht über unser Un­terstützungsangebot.

SCHULUNG

  • Das Angebot richtet sich an Freie und Angestellte Mitarbeiter*innen des WDR, die sich diese Fragen stellen:

    • Was kann ich tun, wenn ich persönlich von Hassnachrichten oder Fakes betroffen bin?
    • Was bringt der Weg über die Staatsanwaltschaften?
    • Welche Verantwortung tragen Facebook, Youtube & Co.?
    • Was kann ich vom Arbeitgeber/Auftraggeber verlangen?

    Preis: kostenfrei

    Zeit: 5. Februar von 16:30 Uhr bis 18:30 Uhr

    Ort: Köln (Adresse nach Anmeldung)

    Referent: RA Dr. Jasper Prigge

    Anmeldung per Mail an: Nicole.Fritsche-Schmidt@verdi.de

      

    

    

Vorschau, INfobrief, ver.di, WDR, ZBS, Köln, NRW ver.di

@verdi_WDR auf Twitter