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Streitfall Urlaubsentgelt

Tarifbruch bei WDR

Streitfall Urlaubsentgelt

Urlaub_erkämpfen ver.di Jugend Urlaub fällt nicht vom Himmel

Zahlreichen freien Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern steht laut Tarifvertrag Urlaubsentgelt zu. Im Tarifvertrag  über den Sozial- und Bestandsschutz ist genau geregelt, unter welchen Voraussetzungen gezahlt wird und wie verfahren wird, wenn der/die Mitarbeiter/in krank wird.  Dazu heißt es in §8 Abs.6 Satz 3: „ Antrag wird der Bemessungszeitraum um die Zeit verkürzt, in welcher der /die Beschäftigte an einer Tätigkeit unverschuldet verhindert war. (z.B Erkrankung, Kur, Heilverfahren, Mutterschutzzeiten). Somit erhöht sich der Tagessatz für das Urlaubsentgelt bei Krankheiten. Pro Krankheitstag sind das ca. 0,4 Prozent. Ist man zwei Mal über das Jahr verteilt 2 Wochen krank, sind das immerhin ca.8% des Urlaubsentgelts.

Der WDR ist bislang nur bereit den Bemessungszeitraum zu verkürzen, wenn der/die Beschäftigte über einen Zeitraum von mindestens drei Wochen (21 Tage ohne Unterbrechung) erkrankt ist. Dies schreibt er in einem ver.di vorliegenden Informationsschreiben an Betroffene. Wir haben unseren Rechtssekretär gebeten diese Behauptung zu überprüfen. Er hat einen Bruch des Tarifvertrages festgestellt, da dies in keiner Weise aus dem Tarifvertrag ableitbar ist und auf diese Weise den Mitarbeiter/innen berechtigte Ansprüche vorenthalten werden. 

Bitte vergesst nicht bei eurem nächsten Urlaubstag die Krankheitstage mit anzugeben. Wir haben in der rechten Spalte unter Downloads ein Formular für den Antrag vorgefertigt, dass ihr mit abgeben könnt.

Wird euer Anspruch abgelehnt legt bitte umgehend Widerspruch ein. ver.di wird für Mitglieder die Einhaltung des Tarifvertrages notfalls gerichtlich durchsetzen.

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