Senderverband WDR

Mitgliederversammlung am 27.4.2015

Mitgliederversammlung am 27.4.2015

Wir hatten zwei große Themen auf der Tagesordnung:  Zum einen die anstehenden linearen Tarifverhandlungen. Der Auftakt ist heute - zum aktuellen Stand informieren wir regelmäßig auf wdr.verdi.de.

Und das zweite Thema waren die Producer in freier Mitarbeit, die in diversen Foren heiß diskutiert werden. Zu Erinnerung: Der WDR hatte zum Jahreswechsel den Producer in fünf Positionen einseitig in den Honorarahmen eingepflegt. Das haben wir auf der Personalversammlung mit viel Protest zurück gewiesen und so den WDR wieder an den Verhandlungstisch bekommen. Wir konnten sowohl inhaltlich bei den Tätigkeitsbeschreibungen als auch materiell einiges erreichen. Nach langer sehr kontroverser Diskussion hat die Mitgliederversammlung der ausgehandelten neuen Vorlage zugestimmt. Und zwar unter dem Vorbehalt, dass der WDR sein Zusage von vergangener Woche einhält und noch mal 10% auf die Mindesthonorare drauflegt

Update:
Der Deutsche Journalistenverband akzeptiert das Verhandlungsergebnis nicht. Wir werden wegen dieser Frage und anderer Meinungsunterschiede (so hat der djv zur laufender Vergütungs- und Honorarrunde ein Flugblatt veröffentlicht, mit dem er sich von einer wichtigen Forderung von ver.di, nämlich der nach einer Sockelerhöhung, die untere Lohngruppen prozentual besser stellt, ausdrücklich distanziert) die schwierige Tarifpartnerschaft mit dieser berufsständischen Organisation nicht platzen lassen, denn das würde die Position aller Beschäftigten schwächen. Damit gibt es jetzt erst einmal keinen Tarifvertrag Producer in freier Mitarbeit. Ob der WDR jetzt einseitig einführt und zu welchen Bedingungen, ob wir ihn noch einmal den Tariftisch kriegen, ob wir wegen Tarifbruch mit welchen Aussichten klagen können, wer sich jetzt wirklich engagiert: auf all diese Fragen finden wir hoffentlich als ver.di eine gemeinsame Antwort.