ver.di im WDR

Höhere Effektivhonorare nein, Busfahrschein ja

Höhere Effektivhonorare nein, Busfahrschein ja


Tarifrunde 2022 - 6. Verhandlungstag

5. Oktober 2022

Der WDR enttäuschte heute gleich bei zwei der wichtigsten Forderungen der Gewerkschaften. Verhandlungsführer Kurt Schumacher verweigerte ausdrücklich und grundsätzlich eine Anhebung der Effektivhonorare. Er hält nach wie vor die Honorare gerade im tagesaktuellen Bereich für zu hoch. Völlig unbefriedigend blieb auch das Angebot für eine lineare Erhöhung. Der Sender wiederholte sein Angebot von 2,8 Prozent bei einer Laufzeit von 24 Monaten.

Es ging hitzig und kontrovers zu wie selten. Auch das Angebot des WDR, die Einmalzahlung auf 2.400 € zu erhöhen, überzeugte die Gewerkschaften nicht. Wir alle wissen: Eine Einmalzahlung ist nur ein Strohfeuer. Es reicht nicht aus, um die grassierende Inflation dauerhaft auch nur annähernd auszugleichen.

Die Tarifverhandlungen wurden durch Warnstreiks von rund 700 Beschäftigten begleitet. Mehrere Hundert von ihnen demonstrierten vor dem Verhandlungsraum für ihre Forderungen. Eine kräftige Unterstützung für die Verhandlungskomission!

Überraschend präsentierte der WDR Angebote zu Forderungen, die die Gewerkschaften zum Teil nie erhoben haben. Er will seine Mitarbeiter:innen zum Beispiel bei der Anschaffung eines Tickets für den öffentlichen Personen-Nahverkehr unterstützen. Das aber hatten die Gewerkschaften nie gefordert. In Zeiten, in denen immer mehr Menschen im WDR jeden Cent umdrehen müssen, um gut durch den Winter zu kommen, ist der Verlauf dieser Verhandlungsrunde respektlos gegenüber allen Beschäftigen.“

Die Tarifverhandlungen werden am 20. Oktober fortgesetzt. Mit weiteren Warnstreiks der Beschäftigten ist schon bald zu rechnen

Eure Gewerkschaften ver.di, DJV und DOV




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