Sorgenkind Fernsehen

Programmgestaltung ist eigentlich keine Aufgabe von Gewerkschaften und Personalrat. Aber in einem Medienhaus lässt es niemanden kalt, wenn die Quoten für das WDR- Fernsehangebot in den Keller rutschen. Die Frage ist doch: Bei allem Twittern, Facebooken und „Innovations-Experimenten“: Wieviel Zeit haben die KollegInnen noch, sich intensive Gedanken über Inhalte und Qualität der Sendungen zu machen – statt über Form und Studio-Design? Mal ganz abgesehen von „Ablenkung“ durch Umzüge, neue Techniken, neue Ablaufregeln, Verlust von Sachbearbeiterinnen.

„Altes“ Publikum zu verprellen, um sich mit Angeboten an die flüchtige und unbekannte „Jugend“ zu wenden, scheint nicht der erfolgversprechende Weg zu sein. Nötig ist eine ehrliche Debatte: Über die Arbeitsbedingungen – aber auch über realistische Zielgruppen.

ver.di Kampagnen