Senderverband WDR

WDR führt einseitig crossmediale Honorare ein

WDR führt einseitig crossmediale Honorare ein

Arkaden, WDR, Maus ver.di WDR Maus  – Die Maus

Mit sehr vielen Worten und vielfacher Betonung ihrer hehren Absichten hat die Geschäftsleitung des WDR etwas verkündet, dass Gewerkschafter und viele freie Autorinnen und Autoren empört: die einseitige Einführung „crossmedialer“ Honorare zunächst in den „Leuchttürmen“ Wissenschaft, Sport und Wirtschaft. In seit Jahren dauernden Tarifverhandlungen haben die Vertreter des WDR solche Honorarformen verbunden mit erheblichen Abschlägen auf die Mindesthonorare in den geltenden, tariflich vereinbarten Honorarrahmen gefordert. Ja, wir wissen, dass Themen für verschiedene Ausspielwege bearbeitet werden können, viele Freie tun dies seit Jahren. Und: ja, dabei können auch die berühmt-berüchtigten Synergien entstehen. Die Abschläge, die der WDR dafür einführen will und die vorgesehenen Honorare für crossmediale Tagesreporter bedeuten eben Honorardumping – und dabei haben wir nicht mitgespielt.

Mit der einseitigen Einführung unterläuft der WDR also Tarifverträge. Und weil seine neuen Regeln eben nicht in einem Tarifvertrag stehen, unterläuft er damit wohl auch die gesetzlichen Mitbestimmungsrechte des Personalrats. Er kann nicht ernsthaft erwarten, dass ver.di, djv und Personalrat sich das bieten lassen.

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